TOP Ö 7: Brücke Judenfriedhof; weiteres Vorgehen

Beschluss: einstimmig beschlossen

Abstimmung: Ja: 5, Nein: 0, Enthaltungen: 0

Beschluss:

Der Ausschuss für Bau, Verkehr und Feuerschutz empfiehlt dem VA einstimmig den Beschlussvorschlag der Gruppe Jemgum21:

1. Dimensionierung der Brücke

Grundsätzlich gilt, dass eine kostengünstige Konstruktion zu entwickeln ist, die dem angestrebten Hauptzweck - Überwegung für Fußgänger - dient. Es sollten aber im Zuge der Vorplanung zwei Optionen geprüft und im Blick auf die Kosten kalkuliert werden:

a. Eine Fußgängerbrücke in maximal kostengünstiger Ausführung.

b. Eine Fußgängerbrücke, die so breit ist, dass Fußgänger z.B. ein Fahrrad hinüberschieben können (ebenso: dass z.B. Eltern ihre Kinder an die Hand nehmen können oder dass ältere Menschen ge- stützt werden können usw.) und dass Fußgänger mit Rollator oder auch Rollstuhlfahrer (mechani- scher Rollstuhl) die Brücke nutzen können.

Eine Entscheidung über die Dimensionierung sollte dann auf Basis der Vorplanung erfolgen.

2. Barrierefreiheit

Dass die Brücke vollständig barrierefrei ist (z.B. auch für Nutzer elektrischer und entsprechend größerer Rollstühle), erscheint nicht realistisch und auch nicht notwendig, da eine barrierefreie Anfahrt zum Judenfriedhof über den Speckfenneweg jederzeit möglich ist. Ein entsprechendes Schild kann auf die barrierefreie Zuwegung hinweisen. Die Brücke sollte jedoch so barrierearm wie möglich sein (siehe oben: Möglichkeit mechanischer Rollstühle).

3. Brückenfelder

Die Entscheidung für Brückenfelder sollte durch die Planung erfolgen unter Maßgabe einer möglichst kostengünstigen und gleichzeitig langfristig haltbaren Gesamtkonstruktion.

 

4. Materialien

Es ist die wirtschaftlichste Variante zu wählen. Dabei sind Haltbarkeit und die Kosten möglicher Unterhaltungsarbeiten zu berücksichtigen. Die Brücke soll keinen Schönheitswettbewerb gewinnen, sondern ihre Funktion erfüllen.

5. Förderung

Eine Entscheidung darüber, ob Fördergelder beantragt werden sollen, kann erst getroffen werden, wenn auf der Basis der Planung eine Gesamtkostenkalkulation vorliegt. Wenn die Realisierung so günstig möglich ist, wie bei Vorrecherchen der Arbeitsgruppe Wolfgang Philipps, Uwe Flink (beide Spielplatzgemeinschaft Dukelhusen) und Ratsmitglied Walter Eberlei ermittelt wurde, sind größere Förderprogramme (z.B. Dorfentwicklung) nicht sinnvoll. Dann wäre eher ein Fundraising bei Stiftungen o.ä. angebracht.

6. Gespräch mit der Jüdischen Gemeinde Niedersachsen

Das Gespräch wird für absolut sinnvoll und notwendig erachtet. Allerdings erscheint der öffentliche Rahmen einer Ausschuss-Sitzung dafür nicht geeignet zu sein. Empfohlen wird, dass Bürgermeister und/oder zwei oder drei Ratsmitglieder das Gespräch führen, sobald die Vorplanungen vorliegen.